free casa

In der Türöffnung erschien ein Junge, der außer einem strahlenden Lächeln und einer Fülle dunkler Locken noch einen blauen Bademantel trug, ein untersetzter Nordländer folgte ihm auf den Fuß, las den Hundewelpen auf und verschwand wieder im Haus.

…in einem Raum rechts dampfte blubbernd ein großer schwarzer Topf über einem Feuer. Ein buntes Grüppchen junger Menschen hatte sich darum geschart. An einer Schnur quer durch den Raum hingen Zeichnungen, an den Wänden bunte Plastikblumen, Muscheln, bemalte Holzstücke und die Speisekarte eines Fischrestaurants namens ‚El pescador’. Ein Tisch an der Wand war beladen mit Obstkisten, Brot und Sonstigem, darüber ein Graffiti: Don’t worry, be happy. Die Sachen stammten sicher auch aus den Containern. Gewöhnungsbedürftig. Viele fanden das grausig, aber wenn sie sich das Essen so ansah, war das einzig Schreckliche daran, dass es überhaupt erst im Müll gelandet war. Sie deutete auf die Orangen. „May I?“

Emidio grinste und machte eine einladende Handbewegung: „Anaïs, sure! Welcome to the all-you-can–eat buffet!
Auszug aus: Fe Mars „Chicas, das Böse und das Meer“

Ja, und das ist es, das free casa mit dem Jungen im blauen Bademantel, der Kochstelle und dem all-you-can-eat buffetWelcome and don’t worry, be happy. Ihr seid an einem wahren Sehnsuchtsort gelandet!

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Komm mit ins free casa!

„Okay. Komm mit ins free casa. Da sind mehr Menschen, da fällst du nicht so auf.“
„Da, wo du wohnst?“
„Genau.“
Anaïs starrte einen Moment in seine freundlichen Augen. „Ich kann jetzt nicht. Ich kann nicht einfach irgendwo hingehen, ich muss doch etwas tun. Meine Schwester ist da irgendwo, verstehst du?“
Auszug aus: Fe Mars. „Chicas, das Böse und das Meer“.
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… das Böse

Aus dem Augenwinkel glaubte sie eine Bewegung wahrzunehmen. Sie erstarrte. Da, wieder! Die Fischernetze regten sich!
Quatsch! Sicher nur der Wind, der unter die Decken fuhr. Anaïs erhob sich und trat näher. Dass die Fischer die einfach so liegen ließen, die waren doch sonst so pingelig mit ihren Netzen.
Sie lüftete eine der schmutzig-orangen Zudecken, die darübergebreitet waren, und fuhr mit einem unterdrückten Schrei zurück.
Auszug aus: Fe Mars. „Chicas, das Böse und das Meer.“CIMG3564

Auszug aus ‚Chicas, das Böse und das Meer‘

CIMG3541„Keine Pannen und kein Aufsehen“, sagte er. „Verstanden? Und jetzt …“ Er machte mit dem Kinn eine Bewegung in Richtung der kleinen Stadt, deren Hafenlichter sich ans Ufer kauerten, als könnten sie so den kalten atlantischen Winden entgehen.„Keine Pannen und kein Aufsehen“, sagte er. „Verstanden? Und jetzt …“ Er machte mit dem Kinn eine Bewegung in Richtung der kleinen Stadt, deren Hafenlichter sich ans Ufer kauerten, als könnten sie so den kalten atlantischen Winden entgehen.

Cover ‚Chicas, das Böse und das Meer‘ ganz nah!

Das Cover von Katharina Netolitzky muss ich euch noch in Großaufnahme vorführen. Katharina ist eine geniale Künstlerin, die auch wunderbare Comics zeichnet. Schaut euch einmal auf ihrer Homepage um, es lohnt sich.
Ich freue mich immer wieder, wenn ich einen neuen Buchumschlag von ihr auf dem Computer habe und schlussendlich in Händen halte.
Für ‚Chicas, das Böse und das Meer‘ war einer ihrer ersten Vorschläge das dann schon fast druckreife Endprodukt. So schnell ist es noch nie gegangen. Fast schade. Das über dem Entwurf Tüfteln und tagelange Überlegen und Betrachten und mit der Familie beraten hatte schon fast Kultstatus. ;D

Chicas_Web